Architekten
Kommunen

Kreative Stadtplanung in Zeiten leerer Kassen

16.10.2013
+++ ÄNDERUNG +++ NH Hotel Köln City, Holzmarkt 47, 50676 Köln

mit Prof. Dipl.-Ing. Wulf Daseking

VERANSTALTUNGSORT: +++ ACHTUNG ÄNDERUNG+++
aufgrund der hohen Nachfrage jetzt im NH Hotel Köln-City, Holzmarkt 47, 50676 Köln (statt garten+design im Rheinauhafen)

Unveränderte Anfahrt wie zum Rheinauhafen, jedoch empfehlen wir, die Tefgarage Rheinauhafen bis zum Ende in Richtung Schokoladenmuseum durchzufahren (Aufgang 1.01 oder 1.03 im roten Bereich) und von dort die Rheinuferstraße zu überqueren. Das NH Hotel Köln City befindet sich auf der anderen Straßenseite in Richtung Zoobrücke.

DATUM:
Mittwoch, 16. Oktober 2013, 12.30 - 17.00 Uhr

TEILNEHMERGEBÜHR:
Es fallen keine Teilnehmergebühren an. 

FORTBILDUNG
für Architekten, Stadtplaner und Landschaftsarchitekten:
Diese Veranstaltung wird für Mitglieder der AKNW als Fortbildung mit einem Umfang von 4 Unterrichtsstunden zu je 45 Minuten anerkannt. 
Mitglieder der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen erwerben mit dem Besuch der Veranstaltung 3 Fortbildungspunkte.
Für Mitglieder der Ingenieurkammer-Bau NRW wird die Veranstaltung mit einem Umfang von 3 Zeiteinheiten zu je 45 Minuten anerkannt.

INHALT:
Auch wenn die positiven Gewerbesteuereffekte in den letzten Jahren wieder ein wenig mehr Spielraum in die öffentlichen Haushalte gebracht haben, so sind in der Regel die Mittel für einen zukunftsgerichteten Städtebau in den meisten Kommunen doch eher knapp. Welche kreativen Ansätze gibt es, die eine richtungsweisende Stadtentwicklung weiter ermöglichen? Welche neuen Wege müssen Politik und Verwaltung beschreiten, um mit geringem Kapitaleinsatz dennoch große Projekte zu realisieren?

Insbesondere am Beispiel der Stadt Freiburg - in der Professor Daseking 28 Jahre Leiter des Planungsamtes war - wird er in seinem Vortrag zeigen, wie sich das "Gesicht der Stadt Freiburg" trotz leerer Kassen positiv entwickelt hat. Der Fokus liegt hierbei auf dem zukunftsgerichteten Städtbau mit Schwerpunkt öffentlicher Raum. 
Der Anspruch an den öffentlichen Raum unterliegt derzeit einem starken Veränderungsprozess. Professor Daseking setzt sich seit Beginn seiner Tätigkeiten als Planer für eine Entwicklung der kompakten, durchmischten Stadt ein. Zu seinem Vortrag wird er einen Überblick über die Tendenzen und Leitbilder der Stadtplanung, der künftigen Gestaltungsanforderungen sowie auch der Finanzierungsmöglichkeiten geben. 

REFERENT:
Prof. Dipl.-Ing. Wulf Daseking

Studium der Architektur und Stadtplanung an der TU Hannover
Stipendium ETH Zürich
1973-1975: Büro Prof. Deilmann, Münster
- 1975-1977: Städtebaurefrendar
1978-1984: Leiter des Planungsamtes in Mülheim a. d. Ruhr
1984-2012: Leiter des Planungsamtes in Freiburg
- Zusätzliche Funktionen (Auswahl)
   · Professor an der Universität Freiburg / Stadtsoziologie
   · Assistant Professor an der Universität London / Bartlett School
   · Dozent an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Freiburg (DWA / DIA)
   · Preisrichter für Städtebau und Hochbauwettbewerbe
   · Referent auf Kongressen zu städtebaulichen Themen im In- und Ausland u.a. in
      Helsinki, Madrid, London, Tokyo, Istanbul, Chicago, San Francisco, Minneapolis,
      Boston, Washington, New York
Mein Verständnis von Stadt:
   "Seit Beginn meiner Tätigkeit als Planer setze ich mich für eine Entwicklung der kompakten,
   durchmischten Stadt, der Stadtentwicklung entlang des ÖPNV, der dezentralen Stadtent-
   wicklung, der „Stadt der kurzen Wege“ in sozialer Ausgewogenheit – mit differenzierten
   Bürgerbeteiligungsverfahren – ein.
   Die Planung muss dabei das Spannungsfeld von „der Idee bis zur Ausführung“, d.h. bis
   zum Detail, beinhalten. Der Stadtplaner als Generalist! Planung ist dabei nicht ausschließlich
   eine Frage des Geldes, sondern eine Frage der Haltung. Es geht darum, die Ökonomie, die 
   Ökologie, die kulturelle Vielfalt und vor allem die soziale Frage in eine Ausgewogenheit
   zu bringen. Stadtplanung ist in hohem Maße Sozial- und Umweltplanung!
   „Civitas – quo vadis“? Die demographischen Veränderungen und die damit verbundenen
   sozialen Fragen werden zusammen mit dem ökologischen Stadtumbau die
   Schwerpunkte künftiger Stadtplanung bilden."

 

Zurück zu > Rückblick